Zeitweises Nicht-Sprechen, Sprechhemmung, (s)elektiver Mutismus

Symptome und Folgen

Es kommt vor, dass Kinder und Jugendliche in besonderen Situationen, bei bestimmten Personen oder an speziellen Orten schweigen, obwohl sie sonst durchaus – manchmal sogar lebhaft und viel – sprechen.

Oft wird dieses Schweigen begleitet von unbeweglichem Gesichtsausdruck, starrer Körperhaltung, Vermeiden von Blickkontakt.

Sprachliche Auffälligkeiten: Oft finden sich Defizite in der Sprachentwicklung, wie sie auch unter „Sprachentwicklungsstörung bei Kindern“ beschrieben ist.

Eingeschränkte kommunikative Fähigkeiten: Auch nonverbale Kommunikation wie Gestik und Mimik wird nicht genutzt, Kontaktversuche abgelehnt. Fehlende Aufnahme von Blickkontakt, keine Teilnahme an Spielen mit anderen Kindern.

Ängstlichkeit: Diese Kinder scheinen oft ängstlich und schüchtern zu sein; manchmal auch ablehnend und trotzig.

Verhaltensauffälligkeiten: Durch häufige negative Kommunikationserfahrungen kann es zu sozialem Rückzug oder aggressivem/oppositionellem Verhalten kommen.

Unsere Therapie

Ziel der Behandlung ist, dass die Kinder sich unbeschwert überall ausdrücken und sich im Kindergarten oder der Schule beteiligen können.

Für die Diagnosestellung erfassen wir mithilfe der Eltern und den nächsten Bezugspersonen, in welchen Situationen oder bei welchen Personen das Kind wenig bis gar nicht, und wann es normal spricht. Wir erfragen, ob eine gewisse Zurückhaltung in der Familie liegt, ob es Familienmitglieder mit starker Schüchternheit oder Angststörung/Depression gibt oder gegeben hat.

Im weiteren Verlauf nehmen wir einfühlsam Kontakt zu dem Kind auf und beurteilen die sprachlichen Fähigkeiten altersvergleichend.

Basis und Therapie-Einstieg bildet bei uns das Annehmen des Ist-Zustandes. Wir bieten dem Kind eine ungezwungene, kommunikationsförderliche Atmosphäre.

Schritt für Schritt führen wir die Kinder oder Jugendlichen spielerisch-kreativ an das Sprechen heran. Durch Bewegungsspiele und Entspannungsübungen können sie ihre Ängste abbauen und die Körperhaltung lockern. Vielfältige Erfolgserlebnisse inner- und außerhalb der Therapie helfen ihnen, Selbstvertrauen aufzubauen.

Eltern und Umfeld beraten wir umfassend zu Möglichkeiten der Entspannung von Kommunikationssituationen und Abbau von Belastungsfaktoren. Bei Schwierigkeiten im Kindergarten oder besonders der Schule beziehen wir die dortigen Bezugspersonen mit ein und klären über die Sprechhemmung auf, um eine bessere Akzeptanz des Kindes in der Klasse zu erreichen.

Wir wollen, dass die Kinder Mut zum Sprechen finden.

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