Stimmprobleme – Stimmstörungen

Symptome und Folgen

Eine Stimmstörung bei Erwachsenen kann nach außergewöhnlichen oder dauerhaften Belastungen, nach starken Erkältungen, bei Erkrankungen des Kehlkopfs, gelegentlich bei Funktionsstörungen der Halswirbelkörper durch ein Schleudertrauma (Auffahrunfall), oder bei postoperativen Veränderungen entstehen. Auch gewohnheitsmäßig angespannte Halsmuskulatur wirkt sich auf die Stimme aus.

Unabhängig von der Ursache schränkt die Erkrankung in der Ausübung des Berufes oder in der Kommunikation im Alltag sehr ein.

Veränderter Stimmklang: Die Stimme klingt anders als vorher. Sie kann heiserer, rauer, krächzender, piepsiger oder matter als früher klingen.

Nachlassende Leistungsfähigkeit: Schon nach kurzer Belastung können kranke Stimmen ermüden. Häufige Beschwerden sind Sprechanstrengung, erhöhte Heiserkeit oder Einschränkungen der Lautstärke.

Eingeschränkte Verständlichkeit: In einzelnen Sprechsituationen – besonders am Telefon – kann der veränderte Stimmklang zu einer schlechteren Verständlichkeit und häufigen Rückfragen der Gesprächspartner führen.

Druckgefühl, Schmerzen: Oft kommt es zu unangenehmen kratzenden, trockenen, drückenden Missempfindungen im Rachen; auch verbunden mit Hustenreiz und vermehrtem Räusperdrang.

Stimmlosigkeit (Aphonie): Die Stimme wird sehr leise bis tonlos, kann nur noch mit großer Anstrengung hervorge“presst“ werden – gelegentlich bleibt sie sogar über einen längeren Zeitraum völlig weg.

Unsere Therapie

Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung und Stabilisierung der stimmlichen Leistungsfähigkeit. Wir leiten keine sture Übungsbehandlung an, sondern die „verstimmten“ Patienten lernen unter unserer Anleitung, sich selbst zu helfen.

In der Diagnostik erfragen wir Beginn und Verlauf der Beschwerden, untersuchen die Sprechstimme und Atmung, beurteilen Aussprache, Sprechtempo und Tonhöhe, um einen individuellen Stimmstatus zu erstellen.

Die eigene körperliche Verfassung, Haltung und Spannung bilden eine wesentliche Grundlage für die Stimmgebung. Ebenso wichtig ist die Atmung und Lufteinteilung als „Motor“ der Stimme. Hier setzt unsere logopädische Behandlung mit individuellen körperbezogenen Übungen an. Die Patienten lernen die eigenen Fehlhaltungen, Verspannungen, ihren Atemtyp und Körpersprache zu erspüren, und können sie mit unserer Unterstützung ändern und verbessern.

Gesamtkörperliche Lockerungs- und Entspannungsübungen – abgestimmt auf die einzelnen Patienten – gleichen Engstellungen im Hals-/Rachenbereich aus; Atemvertiefung und verbesserte Resonanz entlastet die Kehlkopfmuskulatur.

Wir wollen, dass Ihre Stimme wieder schwingen kann.

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